Tag Archives: Winter

Mit Skiern durch den Winter

Wer denkt, Israel sei ein dauerheißes trockenes Sommerland, der täuscht sich. Als ich gerade nach Israel gezogen war, besuchte ich einen Sprachkurs an der Universität in Tel Aviv. Ich war die einzige Deutsche in einer Gruppe amerikanischer Studenten, die für ein Semester nach Israel gekommen waren. Es war Januar, verregnet und kalt, und ich saß mit Wollpulli und Schal im Kurs und fror trotzdem noch irgendwie. Neben mir etliche Amerikanerinnen in Shorts und kurzärmligen Oberteilen, mit Sandalen aus denen blaue Zehen schauten. Schon beim Anblick lief es mir kalt den Rücken herunter. Da hatten wohl einige falsch gepackt, in der Annahme, in Israel sei es einfach immer heiß.
Auch am Strand von Tel Aviv sieht man im Winter immer wieder Touristen, die ihre Zehen vorsichtig ins Meer strecken und sich abmühen, weil das Wasser eigentlich zu kalt zum Baden ist.
Wer im Winter nach Israel reist, der muss sich auf kalte, zumindest herbstliche Temperaturen einstellen. Tageweise kann es regnen und nach dem Sonnenuntergang ist ein Schal sehr angenehm um den Hals. Man sieht in Israel mindestens genauso viele Frauen mit Ugg Boots, wie in nördlicheren Gefilden. Auch dicke Wollmützen prägen das Straßenbild in der kalten Jahreszeit.

Vor kurzem unternahmen mein Mann, meine Eltern und ich einen wunderschönen Ausflug auf den Hermon Berg, der mit Schnee bedeckt aus der Ferne betrachtet ein bisschen an den Kilimanjaro erinnert. Er liegt eine lange Autofahrt entfernt von Tel Aviv ganz im Norden des Landes und sein Gipfel ist mit 2,236 Metern über dem Meeresspiegel der höchstgelegene Punkt Israels. Wir fuhren morgens los und erreichten den Berg gegen Mittag. Es war sehr sonnig, doch als ich die Autotüre aufmachte, empfing mich ein derart eisiger Wind, dass ich die Türe sofort wieder zuschlug. Im Auto zog ich umständlich meinen dicken Wintermantel an und wagte einen erneuten Versuch, auszusteigen. Draußen hatte es minus 7 Grad. Ohne Mütze und Kapuze hielt ich es keine Minute aus. Wir marschierten erst einmal zu einem Bistro, wo wir uns alle einen heißen Tee kauften. Anschließend fuhren wir mit dem Sessellift auf die Bergspitze. Der Weg nach oben war noch eisiger und windiger und ich fror erbärmlich. Oben auf der Spitze gab es ein weiteres Bistro wo wir direkt die nächste Teerunde eröffneten. Dann genossen wir die unglaubliche Aussicht, mit Blick bis auf den See Genezareth. Als die Sonne hinter Wolken verschwand, machten wir uns wieder auf den Weg nach unten. Vom Sessellift aus sahen wir etliche Skifahrer und Snowboarder. Ich habe so gut es mit meinen vor Kälte erstarrten Händen ging fotografiert:

Hermon

Hermon

Hermon

Hermon

Hermon

All photos by Saskia


Israelischer Adventskalender – Tag 17

Übermorgen kommen meine Eltern nach Israel. Ich freue mich bereits seit Tagen riesig darauf und kann es kaum noch erwarten. Es soll die ganze restliche Woche sonnig sein und ich bin froh darüber, dass sie nicht von Regenwetter und einem trüben Himmel empfangen werden, sondern von strahlendem Blau…


Israelischer Adventskalender – Tag 16

Amir Benayoun gehört zu meinen israelischen Lieblingsmusikern. Mit diesem Lied fängt der (hier sehr sonnige) Tag super an:


Israelischer Adventskalender – Tag 15

Die Sonne scheint aus einem hellblauen Himmel – ich kann es gar nicht fassen nach diesen wolkenverhangenen Regentagen und dem Schneegestöber in Yerushalayim und andernorts.
Obgleich ich dunkle Wintertage sehr mag, ist heute meine Laune dank des schönen Wetters deutlich gehoben. Außerdem kommen meine Eltern Ende der Woche und die Aussicht auf nasskalte Tage, die man nur in Museen oder zu Hause im Wohnzimmer verbringen kann, fand ich nicht so toll. Jetzt wäre ich gerne am Meer, anstatt im Büro zu sitzen. Das Meer ist um diese Jahreszeit wild und tosend, bei Sonnenschein ein fantastischer Ort, um die Seele baumeln zu lassen…


Israelischer Adventskalender – Tag 14

Es soll der schlimmste Schneesturm seit Jahren sein. Gestern hat er Jerusalem und auch andere Städte massiv getroffen. Sogar in Rishon LeZion lag am Freitag Morgen Schnee, zum ersten Mal überhaupt in dieser Stadt.
Jerusalem hat es ziemlich schlimm erwischt. Was auf Bildern idyllisch und traumhaft aussieht, bedeutet für die Einwohner der Stadt ein riesiges Chaos mit Stromausfällen, die ewige Stunden anhalten. Wer Israel kennt, der weiß, dass die meisten Häuser hier nicht isoliert sind. Die Wärme entweicht binnen einer halben Stunde komplett aus der Wohnung, wenn nicht geheizt wird…
Bei uns zu Hause, nahe Tel Aviv, gab es zwei Stromausfälle, die jedoch nicht lange anhielten. Was mir hingegen Sorgen bereitet sind die Wassermengen, denn es regnet unaufhörlich und inzwischen kommt die Feuchtigkeit bereits zu den Fenstern herein. Es ist ein Fluch mit diesen alten Wohnungen, denen es an Isolation und dichten Fenstern mangelt.

Im Internet habe ich Bilder zusammengesammelt, die in den letzten Tagen in Jerusalem entstanden sind:

Kotel

photo-53-e1386844178998-635x357

F131212MA30-635x357

Katze mit Schneeflocken

img59568

Jlemsnow-e1386923379684-635x357

F131212NS50-635x357