Tag Archives: Meer

Israelischer Adventskalender – Tag 22

Impressionen aus Tel Aviv im Dezember (der Gordon Swimmingpool war gut besucht, im Hafenbecken paddelte jemand auf seinem Surfbrett, die Uferpromenade war wie an jedem Wochenende voller Menschen und in der Sonne konnte man es nur im Tshirt gut aushalten).

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Israelischer Adventskalender – Tag 21

Gestern saß ich im Landwercafé am Hafen in Tel Aviv mit meinem Mann und meinen Eltern und postete ganz auf die Schnelle ein Lied, während bereits das Frühstück serviert wurde. Die Bedienung sagte zu meinen Eltern, dass sie ihr irgendwie vertraut vorkommen. Wir frühstücken bei jeder Gelegenheit zusammen dort, wenn meine Eltern zu Besuch bei uns sind, aber trotzdem war ich überrascht, dass die Bedienung sich daran zu erinnern schien…
Ein Frühstück im Winter am Meer gehört einfach zu einem guten Urlaubsbeginn und überhaupt zu einem schönen Wochenende. Egal bei welchem Wetter. Wir haben allerbestes Wetter und morgen werde ich Fotos von dem schönen gestrigen Tag zeigen.


Israelischer Adventskalender – Tag 15

Die Sonne scheint aus einem hellblauen Himmel – ich kann es gar nicht fassen nach diesen wolkenverhangenen Regentagen und dem Schneegestöber in Yerushalayim und andernorts.
Obgleich ich dunkle Wintertage sehr mag, ist heute meine Laune dank des schönen Wetters deutlich gehoben. Außerdem kommen meine Eltern Ende der Woche und die Aussicht auf nasskalte Tage, die man nur in Museen oder zu Hause im Wohnzimmer verbringen kann, fand ich nicht so toll. Jetzt wäre ich gerne am Meer, anstatt im Büro zu sitzen. Das Meer ist um diese Jahreszeit wild und tosend, bei Sonnenschein ein fantastischer Ort, um die Seele baumeln zu lassen…


Mein gefährliches Leben in Israel

“Wir würden ja schon gerne mal dort Urlaub machen, aber ist es denn nicht zu gefährlich?” ist eine Aussage, die ich in Deutschland schon oft gehört habe. “Dort” – damit ist Israel gemeint. Vor Kurzem waren mein Mann und ich unterwegs in Bayern. Wir standen in einem Juweliergeschäft in Rothenburg und unterhielten uns auf Hebräisch. Da kam eine Frau auf uns zu und meinte, was für eine wunderschöne Sprache Hebräisch doch sei und dass sie so gerne mal nach Israel reisen würde. Ich antwortete ihr, dass sie das unbedingt machen solle, vor allem im Frühjahr wenn alles grünt und blüht. Da fragte sie mich erstaunt, ob man denn einfach so nach Israel reisen könne. “Da explodieren doch ständig Bomben?!”

Nun, wie soll ich es am besten sagen… Israel ist ein ruhiges und wunderschönes Land. Uns fliegen nicht ständig Bomben um die Ohren und ich mache mir auch keine Sorgen, wenn ich in den Bus einsteige. Die Wahrscheinlichkeit, in Süditalien von einem verrückten Autofahrer über den Haufen gefahren zu werden ist deutlich höher als die Wahrscheinlichkeit, in Israel Zeuge eines Anschlages zu werden oder gar eine Rakete zu sehen. Trotzdem halten die Leute Sizilien für ein sicheres Urlaubsparadies. Ich war oft in Südeuropa und kann nur sagen, dass ich den Straßenverkehr in Palermo sogar noch schlimmer fand, als die dunkelsten Ecken von Marseille…
Aber zurück zu Israel. Laut Statistik ist es hier genauso sicher wie in Deutschland. Das bestätigt der Report von Control Risks, einem Unternehmen, das weltweite Sicherheitsrisiken bewertet und damit Organisationen unterstützt, die spezifische Informationen über Risiken und Gefahren benötigen. Dabei werden zum Beispiel Korruption, politische Instabilitäten und Krisen bewertet.
Süditalien schneidet bei dem Report übrigens schlechter ab: die Sicherheitsrisiken werden dort nicht als gering eingestuft, sondern bereits als mittelhoch, womit Süditalien auf derselben Stufe mit Brasilien und Angola steht.

Fazit: Visit Israel! Aber Vorsicht, die Gefahr, dass Sie hier dann gar nicht mehr weg wollen und zu lange im Meer plantschen ist riesig!

Global risks

Details sind abzurufen unter http://www.controlrisks.com/RiskMap/Pages/Security.aspx


Frühstück im Winter am Meer

Draußen ist es stürmisch. Die Wellen brechen an den Felsen und Gischt spritzt bis auf die Hafenpromenade. Ich sitze gemütlich im Café Landwer und frühstücke. Ein Frühstück in Tel Aviv am Meer ist mein absoluter Geheimtipp für Israelreisende. Egal zu welcher Jahreszeit, es ist der ideale Ort um den Tag zu beginnen.

Cafe Landwer

In Israel gibt es am Morgen frischen Salat, Müsli, Omeletts, verschiedene Streichkäse und natürlich Shakshuka, ein allseits beliebtes orientalisches Frühstück mit Tomaten und Eiern.
Ich komme etwa einmal im Monat an den Hafen, um zu frühstücken. Im Sommer sitze ich draußen und lausche dem Rauschen des Meeres, während ich meinen Cappuccino trinke. Jetzt, im Winter, sitze ich drinnen und schaue aufs raue Meer, das schäumt und tobt. So richtig kalt werden die Winter in Tel Aviv nicht, die Israelis sprechen zutreffend vom „warmen und kalten Sommer“. Jetzt haben wir den kalten Sommer mit Temperaturen von 17°C tagsüber. Die tiefste Temperatur, die ich hier erlebt habe, war 8°C, letztes Jahr im Januar.
Der israelische Winter ist verregnet, allerdings gibt es immer wieder sonnige Tage zwischendurch und der Himmel ist nicht durchgehend bedeckt und grau. Trotzdem bin ich ein Fan des Sommers, ganz egal ob es dann Tag ein Tag aus über 30 Grad hat und man ohne Klimaanlage nicht gut schlafen kann. Die bayerischen Regensommer haben sehr dazu beigetragen, dass ich mich stets nach heißen Sommern sehne, ganz egal wie heiß sie dann letzten Endes tatsächlich sind…

Landwer Namal

Heute nehme ich das „Landwer Frühstück“. Mein Mann entscheidet sich auch dafür, was ich sehr praktisch finde, weil dieses Frühstück ein Müsli mit Joghurt beinhaltet und er das nicht mag. Daher kann ich seine Portion ebenfalls essen und das kommt mir sehr gelegen. Wer in Deutschland Frühstücken geht, erhält häufig eine Auswahl an Käse- und Wurstsorten, dazu Brötchen und einen Kaffee. Nun, das wäre ja eigentlich auch super.
Der Käse und die Wurst liegen allerdings oft auf einem Teller zusammen und als Vegetarier darf ich mir meine Käsescheiben dann von der Leberwurst runterkratzen. Ich bin nicht die Sorte Vegetarier, die mit erhobenem Zeigefinger zu anderen geht, um sie zu „bekehren“. Es ist mir ganz egal, was andere Menschen essen, für meinen Mann koche ich regelmäßig Fleisch und kaufe selbstverständlich Wurst für ihn ein. Ich möchte aber trotzdem nicht, dass mein Käse direkt auf der Salami liegt. In Israel gibt es so was nicht. Natürlich nicht aus Rücksicht auf Vegetarier, sondern schlicht und einfach wegen der Kaschrut, den Regeln koscheren Essens. Fleisch und Milchprodukte dürfen demnach nicht zusammen serviert und gegessen werden. Zwar sind nicht alle Restaurants und Cafés in Israel koscher, aber dennoch habe ich es noch nie erlebt, dass zum Frühstück Käse und Wurst auf ein und demselben Teller serviert wurden. Mein Mann lacht jedes Mal im Urlaub in Deutschland über mich, wenn er meine weit aufgerissenen Augen sieht, sobald uns das Frühstück serviert wird und der Käse auf demselben Teller liegt, wie die Wurst…

breakfast at landwer

Der Himmel ist grau geworden. Ein Gewitter zieht auf und wir beschließen, uns auf den Heimweg zu machen. Bis zum nächsten Frühstück am Meer in ein paar Wochen. Dann sieht der Strand vielleicht schon wieder so aus:

Tel Aviv beach

All photos by Saskia