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Antisemitismus Teil 2

Heute Morgen stolperte ich über folgenden Artikel:

http://boess.welt.de/2013/10/30/herrenmenschenwracks-und-schwimmhallen/

Der Autor Gideon Böss schreibt darin über die Ambivalenz der Rolle Deutschlands bei der Bekämpfung von Antisemitismus. Der Artikel nennt einige sehr interessante Beispiele dafür, dass Deutschland bei weitem nicht die Rolle einnimmt, die es einnehmen sollte und aufgrund seiner Vergangenheit auch müsste, um dem wachsenden Antisemitismus wirklich etwas entgegenzusetzen.


Antisemitismus

Ein sehr sehenswerter Beitrag ist diese Woche in der Mediathek der ARD zu finden.
Die Dokumentation ist auch aus dem Ausland abrufbar, zudem findet sie sich inzwischen ebenfalls auf Youtube.

Ein Team der ARD hat sich die Mühe gemacht, den Deutschen auf den Zahn zu fühlen und Fragen zum Thema Juden in Deutschland und Antisemitismus zu stellen. Mir sträuben sich die Haare…

Fazit: Nicht verpassen!


Straßen von gestern

Neben mir auf dem Schreibtisch liegt ein besonderes Buch. Solange es geschlossen ist, mag man es für einen gewöhnlichen Roman halten, eine Geschichte unter Tausenden. Doch schlägt man es auf und beginnt zu lesen, bleibt die Zeit um einen herum stehen, man verliert sich in der Vergangenheit, ist Gefangener einer dunklen Zeitreise, die einen an Orte und zu Geschehnissen führt, die man beeinflussen möchte, aber nicht kann.

 

„Es bleibt uns vielleicht
irgend ein Baum an dem Abhang, dass wir ihn täglich
wiedersähen; es bleibt uns die Straße von gestern
und das verzogene Treusein einer Gewohnheit
der es bei uns gefiel, und so blieb sie und ging nicht.“

 
strassen-von-gestern

 
Rainer Maria Rilkes Worte aus der ersten Duineser Elegie sind die Einleitung des Romans, in dem Silvia Tennenbaum ein großes, erschütterndes und stark autobiographisches Epos über den Aufstieg und Verfall einer jüdischen Familie erzählt. Es ist die Geschichte der Familie Wertheim, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gesellschaftlich angesehen und wirtschaftlich gut situiert in Frankfurt lebt. Im Laufe der politischen Entwicklungen wird die Familie, bis zum Jahr 1945, völlig entwurzelt. Niemand ist auf das vorbereitet, was sie ab 1933 erwartet.
Moritz Wertheim ist ein Frankfurter Textilhändler von Rang und Namen. Er hat fünf sehr unterschiedliche Söhne, Siegmund, Nathan, Jacob, Eduard und Gottfried. Siegmund arbeitet für seinen Vater, Nathan ist Rechtsanwalt, Jacob ist Buchhändler und Eduard ist Bankier und Kunstsammler. Gottfried fällt total aus der Reihe, er wird von der Famile nach einer versuchten Vergewaltigung nach Amerika geschickt.
Eduard erkennt frühzeitig, dass Deutschland nicht mehr sicher ist und wandert in die Schweiz aus, von wo aus er versucht, die Familienangehörigen zu retten. Dennoch fallen mehrere Mitglieder der Wertheims dem Nationalsozialismus zum Opfer. Darunter auch Caroline, Nathans Ehefrau. Ihrer Tochter Lene hingegen gelingt zusammen mit ihrer Familie die Ausreise. Sie flieht mit einem Visum in die USA.
Ein Dialog, der mich sehr berührt hat, ist das Gespräch zwischen Lene und ihrer Tocher Claire kurz vor Ende des Krieges.
„Du hast Bennos Brief gelesen“, sagte Lene.
„Woher weißt du das?“
„Mütter wissen alles.“
„Ich wünschte, ich hätte ihn nicht gelesen. Ich muss andauernd an diese Greuel denken, und doch weiß ich, dass ich davon nicht berührt worden bin. Was kann ich jemals tun, um es wieder gutzumachen?“

Die „Schuld“, überlebt zu haben, das Schuldgefühl, nicht zusammen mit den anderen Familienangehörigen in den Tod gegangen zu sein, wird zu einer Verzweiflung, mit der weder Mutter noch Tochter klarkommen. Selbst ihre Freiheit und Sicherheit schmecken bitter und sind schwer zu ertragen.

 

Beeindruckt hat mich vor allem die atmosphärische Tiefe des Romans, die mich in den Strudel der historischen Ereignisse hineingezogen und mit vielen Aspekten des Nationalsozialismus konfrontiert hat, die man aus Geschichtsbüchern nicht erfährt, weil sie vielmehr ein Spiegel der Stimmung der damaligen Zeit sind. Es kommt zum Beispiel die Entwurzelung der Familie und die Zerrissenheit zwischen dem Deutschland, das einst eine schöne Heimat war, und dem faschistischen Deutschland, das der Familie alles genommen hat, sehr stark zum Ausdruck. Auch die teilweise sehr verheerenden Fehleinschätzungen der Gefahr werden drastisch deutlich. So beschwichtig einer der Charaktere die Lage mit den Worten „Meine Freunde im Verlag glauben, solange die Wirtschaft gesund bleibt, besteht Hoffnung, daß man die Rechtsparteien im Zaum halten kann. Die Nazis werden die Kommunisten bekämpfen, die zwei werden sich gegenseitig schwächen, und wir übrigen werden davon profitieren.“

 

Silvia Tennenbaum

 

Silvia Tennenbaum wurde 1928 in Frankfurt am Main geboren und lebt heute in den USA. Sie ging 1936 zunächst mit ihren Eltern ins Exil in die Schweiz und wanderte von dort nach New Jersey aus. Das Buch „Straßen von gestern“ schrieb sie in englischer Sprache. Es erschien Anfang der 80er Jahre zum ersten Mal in deutscher Fassung und wurde 2012 erneut aufgelegt.


Warum die Israelis Deutschland lieben

Anfangs, als ich erst wenige Wochen in Israel lebte, wusste ich nicht so recht, was ich auf die Frage antworten sollte, woher ich komme. Germany. Wie mag das wohl in den Ohren der Israelis klingen, vor allem der Älteren? Ich war unsicher.

Ich erinnere mich noch an die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, bei der ich zum ersten Mal in meinem Leben einen kollektiven Nationalstolz in Deutschland spürte. Überall hingen Deutschlandflaggen aus Fenstern und an jedem zweiten Auto flatterte eine kleine Fahne im Fahrtwind. Es war das erste Mal, dass sich die Deutschen in diesem Ausmaß mit ihrem Land identifizierten. Plötzlich waren wir alle Fußballfans und ich glaube, jeder genoss den Patriotismus und die Liebe zu Deutschland in jenen Tagen. Es war etwas Besonders, denn normalerweise sagen Deutsche nicht, wie stolz sie auf ihr Land sind, wie sehr sie es lieben und wie großartig es ist,  Deutscher zu sein.
Der Grund dafür ist „die deutsche Vergangenheit“, wie sie in Geschichtsbüchern genannt wird – und niemand meint damit Bismarck.
Mit dieser wie Kaugummi an meinen Schuhen klebenden deutschen Vergangenheit kam ich also nach Israel, weil ich mich unsterblich in einen israelischen Mann verliebt hatte.

„Where are you from?“ fragte der Gemüsehändler. „Germany“, entgegnete ich ihm und wahrscheinlich schaute ich dabei etwas verlegen.
„Ah, Germany! I’ve been there recently, in the Shvartswald. Beautifuuuul, beautifuuuul!!“ antwortete er darauf und fing an, von seiner Reise zu erzählen. Entspannt legte ich meine Paprika auf die Theke und bezahlte. Ich hatte anscheinend Glück gehabt und jemanden mit einer positiven Meinung von Deutschland getroffen.

Ein paar Wochen später betrat ich beim Shoppen im Dizengoff Center ein Bekleidungsgeschäft und wurde von der Verkäuferin angesprochen. Nachdem sie merkte, dass ich kein Hebräisch sprach, fragte sie mich, woher ich bin. Wir kamen ins Gespräch und kurz darauf gesellte sich auch der Ladenbesitzer dazu. Er erzählte begeistert, dass er mindestens einmal pro Jahr nach Berlin fliegt, um Freunde dort zu besuchen.
Wie sich in den darauffolgenden Wochen und Monaten herausstellen sollte, ist Berlin sehr populär bei den Israelis. Sobald man sagt, dass man aus Deutschland stammt, wird man auf diese Stadt angesprochen. Junge Israelis sind Deutschland gegenüber aufgeschlossen und Berlin steht auf ihrer Reiseliste ganz oben.

Berlin

Einer der Menschen, die mir hier in meiner großen Familie am nächsten stehen, war als kleiner Junge 1943 von deutschen Soldaten mit vorgehaltenem Gewehr aufgefordert worden, sich an eine Mauer zu stellen. Auch dieser Mensch ist mit mir in meine Heimat gereist und er hat sich kurz darauf sogar nochmal ein Flugticket nach Deutschland gekauft.

Eines Abends saßen wir bei meiner israelischen Familie auf dem Sofa, als im Fernsehen Bilder aus dem syrischen Bürgerkrieg gezeigt wurden und der Nachrichtensprecher die aktuelle Lage beschrieb. Eine der Tanten sagte, dass nur Araber zu solchen Blutbädern fähig seien. Ich widersprach ihr: „Schau doch mal uns Deutsche an, zu was wir fähig waren, vor gar nicht allzu langer Zeit.“
Da mischte sich meine Schwiegermutter ein und rief „Ihr habt aber aus eurer Vergangenheit gelernt! Als wir zusammen in Berlin Urlaub gemacht haben, da habe ich gesehen, wie viel ihr Deutschen für die Erinnerung daran tut.“

Tun wir Deutschen wirklich so viel? Soweit ich weiß, machen wir ehemaligen Zwangsarbeitern das Leben mit absurden bürokratischen Hürden bei Entschädigungs- und Rentenanträgen zur Hölle.

Es bedarf vielleicht einer Außenansicht.
Als ich in Italien lebte, erlebte ich, wie es sich anfühlt, wenn ein komplettes Land seine Vergangenheit zu keinem Zeitpunkt in Frage stellt. Benito Mussolini ist dort für die breite Bevölkerung kein Schwerverbrecher, sondern eine geachtete Persönlichkeit. Vergangenen Sommer wurde in Sardinien eine Straße nach dem Duce benannt, die Via Benito Mussolini. Proteste gab es, aber der Bürgermeister der Stadt Orgosolo stellte in seiner Rede klar, dass der Faschismus in Italien ausgestorben sei und der Straßenname dem Gedenken an diesen großen Mann diene, der sehr viele gute Reformen für das Land hervorgebracht habe.
Viele italienische Akademiker haben ein Geschichtswissen, das einem schwarzen Loch im Universum gleicht: dunkle Leere.
Ich kann nicht genau sagen, wie viel Zeit ich mit Diskussionen darüber verplempert habe, ob Hitler selbst Jude war oder nicht. Viele Italiener gehen fest davon aus, dass er Jude war und wenn man auf der italienschen Seite von Google die Suchbegriffe „Hitler – ebreo“ eingibt (Hitler – Jude), dann erhält man seitenweise dubiose Resultate, die das mit absolut idiotischen Argumentationen bestätigen. Dieselbe Suche auf Google Deutschland (mit deutschen Suchbegriffen) bringt seitenweise Resultate, die sich mit dieser These sachlich befassen und sie als haltloses Gerücht enttarnen. Dasselbe gilt für eine noch erschreckendere Frage: Starben tatsächlich sechs Millionen Juden im zweiten Weltkrieg? Versucht man, sich auf Google Italien zu diesem Thema schlau zu machen, wird man mit einem Ergebnis konfrontiert, das einem die Sprache verschlägt. Suchen Sie nämlich „sei milioni ebrei morti“ auf google.it, bekommen Sie als Antwort, dass diese Zahl ja wohl kaum stimmen kann. Je nachdem, welchen Link Sie anklicken, erfahren Sie dann, dass es entweder „nur“ drei Millionen ermordete Juden waren oder dass der Holocaust sogar eine Erfindung sei. Dieselbe Suche auf Google Deutschland wirft Ergebnisse zu Gedenkveranstaltungen für die sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden aus.

Italien ist natürlich keine Ausnahme. Auch in anderen europäischen Ländern hat es die Bevölkerung anscheinend zu keinem Zeitpunkt für nötig erachtet, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Österreich fiel beispielsweise erst kürzlich negativ auf, als eine Umfrage ergab, dass 42% der dortigen Bevölkerung positive Aspekte an Hitler und der NS-Zeit finden.

Jedem, der an dieser Stelle den Standpunkt einnimmt, es sei ja ein ausschließlich deutsches Verbrechen gewesen, dem möchte ich einen Besuch in Yad Vashem nahelegen.

Deutsche haben in Israel heute einen guten Ruf. Man kann als Tourist entspannt sagen, dass man aus Deutschland kommt, ohne mit Ablehnung rechnen zu müssen und auch Israelis sind ganz begeistert von Reisen nach Deutschland. Das war sicherlich nicht immer so, aber beide Länder haben an einer Freundschaft gearbeitet und das ist deutlich zu spüren.

Am Tag vor meiner Hochzeit mit dem Mann, wegen dem ich nach Israel gezogen bin, saß ich in einem Friseursalon im Prenzlauer Berg in Berlin. Neben mir ein junger Mann, der sich die Haare schneiden ließ, während meine zur Probe für den nächsten Tag hochgesteckt wurden. Er erwähnte in einem Nebensatz, dass er aus Tel Aviv kommt und ich schaute ihn sofort verwundert an. „Wohnst Du jetzt in Berlin?“
„Ja, seit fünf Jahren. Ich habe hier studiert und wohne gerne hier. Diese Stadt ist einfach ein Traum.“
„Dasselbe denke ich eigentlich eher von Tel Aviv: Sommer, Sonne, Strand und Meer, obendrein eine weltoffene und freie Stadt. Warum dann ausgerechnet Berlin?!“
„Ja weißt du, ich bin in Israel aufgewachsen, mit dem Konflikt im Rücken, seit ich denken kann. Hier in Berlin habe ich meine Ruhe. Die Menschen sind super, die Stadt ist kunterbunt und jung, lebendig, wild. Genau das, was ich immer wollte.“
Noch am selben Abend begegnete ich einem weiteren Israeli, den es ebenfalls nach Berlin gezogen hatte. „Wie findest du es hier?“ fragte ich ihn. „Ich liebe es, in dieser Stadt zu leben!“ antwortete er mir begeistert, „Meine Großeltern stammten aus Deutschland. Ich wollte einfach sehen, woher sie kamen und wie es hier wirklich ist. Und dann bin ich irgendwie hängengeblieben und nicht mehr zurück nach Israel gegangen. Inzwischen habe ich mir mein Leben hier aufgebaut und will gar nicht mehr zurück…“

Israel und Deutschland, diese beiden Länder sind ganz stark darin, sich ineinander zu verankern. Ich kenne etliche Deutsche, die der Liebe wegen zu ihren Partnern nach Israel gezogen sind und etliche Israelis, die es nach Deutschland getrieben hat.
Eines der schönsten Komplimente für mein Land hat mir ein Israeli gemacht. Wir saßen mit Freunden auf ein Glas Rotwein im Schatten eines Olivenbaumes und er sagte zu mir, dass Deutsch so eine wunderbare Sprache sei. „Ich dachte immer, Deutsch klänge so wie in den Nazifilmen. Aber wenn ich dich sprechen höre, klingt es total weich und angenehm. Ich würde es am liebsten auch sofort lernen.“
Das ging runter wie Schmieröl. Ausgerechnet in Israel hörte ich zum ersten Mal in meinem Leben, wie melodisch die deutsche Sprache ist. Wir stießen darauf an und ich war irgendwie stolz darauf, Deutsche in Israel zu sein.


Von Zügen und Flugzeugen

In den Wintermonaten war es wirklich schlimm. Ich stand früh morgens und spät abends an den Bahnsteigen und wartete auf meinen Zug. Obwohl man in Bayern Winter mit Schnee nicht erst seit gestern kennt, war die Deutsche Bahn jedesmal aufs Neue überrascht und unvorbereitet. Anfangs rissen die Menschen noch Witze, wenn mal wieder eine Durchsage kam, dass sich der Zug wegen einer Weichenstörung verspäten würde. Der Humor fror allerdings mit den anhaltenden Minusgraden sehr schnell ein. Mein Weg zur Uni betrug einfach 20 Kilometer, die ich im Sommer stets mit dem Fahrrad zurücklegte, durch einen wunderschönen Wald. Aufgrund der fortdauernden Winterprobleme der DB legte ich mir im Studium bald eine komplette Ausrüstung an Outdoorbekleidung zu und radelte von nun an auch bei Schnee und Eis durch den Wald. Das war selbst bei Minus 7 Grad noch spaßiger als auf dem Bahnsteig vergeblich auf einen Zug zu warten, der bereits mehrfach mit „trifft 5 Min. später ein“ angekündigt wurde. Spätestens nach 45 Minuten Warten fragt man sich nämlich ernsthaft, welcher Amateur-Mathematker diesen Spruch so ausdauernd wiederholen kann, ohne jemals über den Begriff einer Zeitspanne von fünf Minuten nachzudenken.

In Israel fahren genau diesselben rotweißen Doppelstockzüge durch die Gegend, die man auf Deutschlands Bahnhöfen gerne öfters gesehen hätte. Meine bisherigen Erfahrungen mit der Bahn in Israel waren jedoch durchwegs positiv, wobei das nicht unbedingt den Schluss zulässt, dass hier die Bahn besser organisiert ist. Es könnte einfach daran liegen, dass es in Israel keine bayerischen Winter gibt. Die Israelis hingegen klagen häufig über die Verspätungen und Ausfälle der Züge. Typisch, denke ich mir dann jedesmal, die kennen ja auch die Wartezeiten in der „Haunstetter Straße“ nicht. Dagegen sind diese paar Minuten in Tel Aviv „HaShalom“ wirklich noch im tolerierbaren Bereich und wenn angesagt wird, „trifft 5 Min. später ein“, dann muss man nicht erschrocken zusammenzucken, sondern kann sich entspannt noch eine Cola kaufen und tatsächlich fünf Minuten später in den Zug einsteigen.

Als vor einigen Monaten AirBerlin den Geschäftsführer wechselte und Herr Mehdorn damit betraut wurde, die Fluggesellschaft aus ihren roten Zahlen zu bringen, war ich fassungslos. Herr Mehdorn hat die Deutsche Bahn von einem Dienstleistungsunternehmen in ein nach dem Börsengang strebendes Gütertransportunternehmen verwandelt und dafür gesorgt, dass etliche Strecken für den Fahrgasttransport eingestellt wurden, weil man sie als unrentabel erachtete.
Seitdem ist es bereits mehrfach passiert, dass sich bei Flügen zwischen Deutschland und Israel die Flugzeiten kurzfristig geändert haben und man mit einer Email in letzter Sekunde vorgewarnt wurde. Wehe dem, der seine Emails nicht alle halbe Stunde abruft!

Anfangs bin ich oft mit AirBerlin von Israel nach Deutschland und zurück geflogen, aber nach den vielen neuen Einsparungsmaßnahmen bei gleichzeitigem Preisanstieg und dem Gedöns mit den Flugzeiten habe ich nun kurzerhand beschlossen, nur noch mit ELAL zu fliegen.
Verwöhnt von dem guten Service wäre mein nächster Vorschlag jetzt, dass sich die Geschäftleistung von ELAL in Zukunft auch um die Kunden der Deutschen Bahn kümmert…

photo by Saskia