Category Archives: Humor

Jetzt aber mal Butter bei die Fische

Ich finde bei jedem Blick auf meine Blogstatistiken interessante Suchanfragen, die Besucher zu meiner Seite geführt haben. Neben Stichwörtern fische ich zum Teil ganze Sätze aus dem Ordner mit den Suchbegriffen. Das hat mich dazu inspiriert, einige dieser Fragen zu beantworten.

  • „Wie umstrickt man einen Baum?“
    Das hab ich mich auch schon oft gefragt. Und vor allem: wann ist die beste Uhrzeit? Ich persönlich glaube ja, diese Aktionen finden mitten in der Nacht statt, damit sich die Einwohner am nächsten Morgen über ein Kunstwerk wie es hier zu sehen ist ordentlich freuen.
  • „Wie geht es dir auf Hebräisch“
    Genauso gut wie auf Deutsch, danke der Nachfrage.
    Auf Hebräisch gibt es viele Möglichkeiten, um sich nach dem Wohlbefinden seiner Mitmenschen zu erkundigen. Man kann „Ma kore?“ fragen, was wörtlich übersetzt bedeutet „Was ist los? Was passiert?“, womit aber gemeint ist „Wie geht’s?“. Genauso kann man fragen „Ma ha-inyanim?“ (sprich „Main janim“) und „Ma nishma?“ All diese Ausdrücke werden unabhängig vom Geschlecht der angesprochenen Person benutzt.
    Anders ist es bei „Ma shlomcha?“ und „Ma shlomech?“. Die erste Frage ist nur an Männer, die zweite nur an Frauen zu richten. Eine kleine Einführung in die Hebräische Sprache gibt es hier.
  • „trinke eine cappucino im ein napoletanien café“
    Na wenn da mal jemand nicht Kaffee mit Schuss hatte…. Wer schreibt denn so eine Suchanfrage? Und wozu? Und warum führt sie zu meinem Blog?
  • „Wie kommt mein Mann aus dem Libanon nach Deutschland?“
    Auch das hat wenig mit meinem Blog zu tun…
    Falls es keine Einreisebeschränkungen gibt, kann Ihr Mann vermutlich problemlos mit dem Flugzeug oder auf dem Landweg nach Deutschland einreisen. Sie müssen aber sehr wahrscheinlich durch eine langwierige und bürokratische Visumsprozedur und eine Kaution hinterlegen. Aber wer hat behauptet, dass Liebe immer einfach ist?
  • „Verliebt in einen israelischen Mann“
    Ja, das bin ich auch. Super, dass die Suchmaschinen deswegen gleich bei jeder Anfrage zu diesem Thema auf meinen Blog verweisen.
  • Eine meiner Lieblingsfragen: „Darf man Schinken nach Israel mit der Post schicken?“
    Ich kenne ein paar Leute, die solche Postpakete hier in Empfang nehmen. Allerdings wird gemunkelt, dass die Herren vom Zollamt so hungrig nach frischem Schinken aus dem Ausland sind, dass sie ab und zu eine Ecke abbeißen.
    Vorsicht! Anders herum ist es sehr schwierig, Lebensmittel aus tierischen Produkten nach Deutschland zu schicken. Die Pakete werden mit ziemlicher Gründlichkeit inspiziert und können oftmals nicht in die Paketzustellung durchgewunken werden.
  • „Was fragt man bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen nach Israel?“
    Am besten Sie fragen gar nichts und antworten nur kurz auf die monotonen Fragen der Sicherheitsleute. Vor einigen Jahren hatte ich noch einen alten Reisepass mit dem Stempel eines arabischen Landes. Mein Flug nach Israel war kurzfristig gebucht und mir blieb nicht genügend Zeit, um einen neuen Reisepass zu beantragen. Also ging ich mit einem mulmigen Gefühl zum Fiumicino Flughafen bei Rom (damals lebte ich noch in Italien) und stellte mich nett lächelnd vor das Bodenpersonal von EL AL. Die Sicherheitskontrollen finden vor dem Einchecken statt. Ich machte mich auf eine lange Befragung gefasst und siehe da, nur zwei Stunden später konnte ich als letzte Einchecken und gleich auch zum Boarding weiterrennen. Für all diejenigen, die jetzt denken, „wäre sie halt früher zum Flughafen gekommen, wenn sie schon einen arabischen Stempel im Pass hat!“ denen sei gesagt, dass ich die Erste war, die in der Schlange zu den Sicherheitskontrollen stand und dass ich eine Stunde, bevor die Schalter geöffnet wurden, bereits vor Ort war.
    Der Aufwand, den Israel betreibt, um die Sicherheit während des Fluges und auch im Landesinneren zu gewährleisten, ist aus gutem Grund sehr hoch.
    Was wird gefragt? Alles. Ich wurde zum Beispiel mal auf ein Buch angesprochen, das ich unter den Arm geklemmt hatte. Es war ein Fotografieband, dessen Umschlag das Portrait eines Mannes in den 1950er Jahren irgendwo in den USA zeigte. Man wollte von mir wissen, wie dieser Mann hieß. Da ich seinen Namen natürlich nicht kannte, wurde der Bildband aufgeschlagen, darin herumgeblättert und verschiedene Fotografien lange betrachtet. Dann bat man mich, zu erklären, wer die Menschen auf den jeweiligen Bildern sind. Wer mit der Genrebezeichnung „Straßenfotografie“ etwas anfangen kann, der wird verstehen, dass die abgebildeten Menschen in solchen Bildbändern keine Berühmtheiten mit Wiedererkennungswert sind, sondern Personen wie Du und ich.
    Klemmen Sie sich also besser keinen Bildband unter den Arm oder wenn Sie unbedingt meinen, dann den von Monet, wo man nur die Unterschiede zwischen Seerosenteich in der Morgensonne und Seerosenteich im Abendrot erklären muss….
  • Die Suche nach „Pessach Käse“ führte ebenfalls zu meinem Blog.
    Was bitte schön ist Pessach Käse?! An Pessach darf jedenfalls Käse gegessen werden.
  • „Gibt es in Israel Milch zu kaufen?“
    Welche meinen Sie? Die mit 1,5% Fett, die mit 3%, 4% oder 7,5%? Oder lactosefrei? Sojamilch?? Verpackt in der Glasflasche, im Tetrapack oder in der Tüte?
  • „Schwarzbrot in Israel“
    Die Bäckereien hier bieten jede nur erdenkliche Brotsorte an, Pumpernickel und sonstige dunkle Brotsorten mit eingeschlossen.
    Als eine Freundin von mir ein Erasmusjahr in Frankreich verbrachte, litt sie unglaublich unter dem Nichtvorhandensein von dunklem Brot und Brezeln. Wäre sie doch nur nach Israel gegangen anstatt zu den Franzosen….
  • „Was denken Israelis über Deutschland?“
    Sehr viel Positives. Auch zu meiner Überraschung. Hier mehr dazu.
  • „Garnelen koscher“
    Garnelen gehören zu dem Getier, das nicht koscher ist. Aus dem Meeresraum dürfen nur Lebewesen mit Schuppen und Flossen gegessen werden. Also sind auch Tintenfische, Haie, Delphine, Wale, Krabben und Muscheln nach den Kaschrutregeln verboten.
  • Auch folgende Frage zum Thema „Koscheres Essen“ fand ich interessant:
    „Sind Eier und Milch zusammen unkoscher?“
    Nein, Eier sind ein „neutrales“ Lebensmittel, das sowohl mit fleischigen als auch milchigen Produkten gemischt werden darf. Nur wenn Sie zu den Eiern und der Milch noch Salami zugeben, wird es kritisch…
  • „Synagoge Augsburg“
    Sie zählt zu den schönsten, die ich kenne. Ich besuche sie regelmäßig, wenn mein Mann und ich in Deutschland sind.
  • „Autofahren in Israel“
    Ist nicht so schlimm wie in Südeuropa. Auch wenn einen der Straßenverkehr hier manchmal in den Wahnsinn treiben kann. Die Israelis haben ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Jeder schlimme Verkehrsunfall der sich in Israel ereignet, landet in den Medien und führt zu Aufregung und Empörung. Dadurch entsteht der subjektive Eindruck, dass die Sicherheit im Straßenverkehr hier gering ist, aber verglichen mit internationalen Statistiken steht Israel überraschenderweise besser als alle südeuropäischen Länder da und sogar besser auch als Finnland oder Japan, wenn man die tödlichen Unfälle pro 1000 Einwohner als Maßstab heranzieht.
  • Eine schockierende Frage:
    „Gab es überhaupt Treblinka?“
    Derartige Fragen berühren mich sehr. Wann immer Menschen die Shoah in Frage stellen, ihre Dimensionen verniedlichen oder nichts darüber wissen, fühle ich einen dumpfen Schlag in die Magengrube. Wie kann man ein derartiges Verbrechen vergessen oder negieren? Wie kann man es in Frage stellen?
    Ist das Schulsystem verantwortlich für solche Bildungslücken? Oder kommt diese Frage aus Kreisen, in denen das Deutsche Reich und seine Taten verherrlicht und relativiert werden?
    Wer immer diese Frage gestellt hat, der soll doch bitte den Bildband „Der gelbe Stern“ erwerben, herausgegeben von Gerhard Schoenberner und zum Beispiel gebraucht erhältlich auf der Seite des zentralen Verzeichnises antiquarischer Bücher, kurz ZVAB.
    Ich fand es als Kind im Bücherregal meines Vaters. Alpträume waren die Folge. Trotzdem war es einer der wichtigsten Funde, den ich gemacht habe. Bis heute ist dieses Buch ein Begleiter und auch meinen Kindern werde ich diese Bilder nicht ersparen.
  • „Wie sahen die Frauen 1950 in Ägypten aus?“
    Genauso wie die Frauen der 1950er Jahre in Europa. Leider hat sich das sehr geändert
  • „Sorek Höhle“
    Ein Ort unfassbarer Schönheit. Die Höhle bei Beit Shemesh gehört zu meinen absoluten Empfehlungen für Israelreisende. Sie ist auch mit Kleinkindern bestens begehbar und verzaubert garantiert jeden Besucher.
  • „Warum ist Knäckebrot an Pessach wichtig?“
    Meinten Sie vielleicht Matzot? Das sind wie Knäckebrot aussehende Scheiben, die anstelle von Brot an Pessach gegessen werden, da Brot in dieser Zeit als nicht koscher gilt.

Über Fragen rund ums Thema “Leben in Israel” freue ich mich jederzeit. Ich beantworte auch gerne Emails (bitte an travelganeden@gmail.com schreiben), sofern ich darin nicht gebeten werde, Stellung zum Konflikt zu nehmen (die Begründung findet sich hier).


Von wo der Fisch pinkelt

Vergangene Woche hatte ich eine Diskussion mit meiner Krankenversicherung. Mein Mann saß auf dem Sofa, trank genüsslich seinen Kaffee und las einen Roman. Plötzlich sah er von seinem Buch auf und blickte mich erstaunt an, während ich, das Telefon zwischen Kinn und Schulter geklemmt, mit beiden Armen wild herumfuchtelte. Ich schimpfte ins Telefon und nach etlichen Minuten Hick-Hack hatte ich endlich erreicht, was ich wollte.

Als ich auflegte, pfiff mein Mann durch die Zähne und sagte anschließend zu mir: “Na denen hast du aber gezeigt, von wo der Fisch pinkelt.”

Cyprus

Ich schaute ihn verdutzt an und bat ihn, das nochmal zu sagen. “Du hast denen gezeigt, von wo der Fisch pinkelt.”

Achso. Verstanden. Wo der Hammer hängt, eben.


Der gewöhnliche Alltagswahnsinn

Wir haben unser Auto verschrottet.

Es war schon lange mein Wunsch, ohne Auto zu leben. Ich hasse Staus, Parklücken die man nicht findet, Reparaturrechnungen wenn man gerade kein Geld dafür hat, Knöllchen auf der Windschutzscheibe.
Nachdem unser 20 Jahre altes Auto endgültig den Geist aufgegeben hat, war mein Mann dem Thema Neuwagen gegenüber zwar sehr wohlwollend eingestellt, aber ich habe ihm vorgeschwärmt wie toll es wäre, wenn wir abends ein Taxi zum Restaurant nähmen, die Fahrräder im Alltag, für Ausflüge einen Mietwagen und für Vorratseinkäufe den Bestell- und Lieferservice der Supermärkte. Es ist nämlich so, dass man in Tel Aviv zum Beispiel abends keinen Parkplatz findet, egal wie oft man um den Block fährt. Sollte sich tatsächlich doch mal eine Lücke auftun, sitzt man anschließend angespannt im Restaurant, weil man ahnt, dass es gar kein Parkplatz war und zur Rechnung für das gute Essen noch ein Bußgeld dazukommt, das sich gewaschen hat.
Wir werden jetzt also versuchsweise für ein Jahr ohne Auto leben.

Diese Woche haben wir zum allerersten Mal online bei einer Supermarktkette eingekauft und den Lieferservice in Anspruch genommen. Es war ein komisches Gefühl, mit dem Einkaufszettel vor dem PC zu sitzen und per Mausklick Tomatensauce und Haarshampoo in den virtuellen Einkaufswagen zu legen. Überrascht stellte ich fest, dass die Preise der Produkte gar nicht teurer sind und die Lieferung bis vor die Haustüre nur 30 Shekel kostet, was umgerechnet gerade mal um die sechs Euro sind. Datenschützer sind bei sowas natürlich skeptisch. ‘Jetzt weiß der Supermarkt-Manager ja wo ihr wohnt und mit welchem Klopapier ihr euch den Hintern abwischt!’
Tja, das ist in der Tat hier im Nahen Osten momentan mein größtes Problem…
Mein Mann ist Freiberufler und war tags drauf zu Hause. Also gaben wir für den Lieferzeitraum den Vormittag des folgenden Tages an.
Am kommenden Morgen auf dem Weg ins Büro klingelte mein Handy. Am anderen Ende der Leitung war eine Frau: „Hallo, ich bin vom Supermarkt und bearbeite gerade Ihre Bestellung. Leider haben wir das Shampoo nicht, das Sie geordert haben.“
-“Ja, macht nichts. Streichen Sie das Shampoo einfach von der Liste.“
Wenige Minuten später klingelte es erneut. „Ich bins nochmal. Die Haarkur ist leider auch nicht verfügbar.“
Hmm, Mist.
-“Kein Problem, streichen Sie die dann einfach auch ersatzlos.“
„Geht in Ordnung. Geliefert wird in ein paar Stunden“.

Drei Stunden später klingelte mein Telefon wieder. Mein Mann rief mich völlig verzweifelt an: „Sie haben meinen Thunfisch vergessen!“
– „Bist du sicher? Hast du überall geschaut?“
„Ja! Alles ist durcheinander, sie haben uns dreimal so viele Päckchen Reis geliefert wie bestellt, von der Tomatensauce haben sie uns 24 Stück gebracht, dabei hatten wir doch nur acht gekauft, es kamen 10 Packungen Ohrenstäbchen und 3 Pakete Klopapier…“
– „Was steht denn auf dem Lieferschein?“
„Da ist nur das aufgeführt, was wir tatsächlich bestellt haben. All die zusätzlichen Sachen, die sie uns aus Versehen gebracht haben, stehen da nicht drauf. Aber was mach ich denn jetzt ohne Thunfisch?“
Mein Mann klang total überfordert. Er fragte mich, was er jetzt mit den 144 Rollen Klopapier machen solle und ob ich ihm den Thunfisch auf dem Nachhauseweg am Abend kaufen könne. Während wir uns weiter unterhielten, packte er die restlichen Kartons aus und fand plötzlich das Shampoo und die Haarkur, die eigentlich ausverkauft waren.

Am Abend diskutierten wir dann darüber, ob wir in Zukunft nicht doch wieder ganz normal im Supermarkt einkaufen sollten. Ich war nach wie vor der Überzeugung, dass eine Bestellung uns viel Arbeit erspart, zumal wir in einem alten Gebäude ohne Aufzug wohnen und es vor allem im Sommer jedesmal anstrengend ist, bei Temperaturen von um die 40 Grad den kompletten Einkauf nach oben zu schleppen. Mein Mann ließ sich überzeugen.
Den nächsten Einkauf werden wir vermutlich erst in einem Vierteljahr machen. Bis dahin reichen alle Vorräte die wir unfreiwillig gekauft haben locker…


Jachnoon oder: meine kulinarischen Albträume

„Ihr kommt doch morgen zum Jachnoon?“ fragt meine Schwiegermutter uns jeden Freitag abend. Und jedes Mal antworte ich begeistert „Nein!!“
Sie wird nicht locker lassen und trotzdem in einer Woche wieder fragen, weil sie weiß, dass ich hin und wieder doch über meinen Schatten springe und zum Jachnoon Essen am Samstag morgen erscheine.
Jachnoon ist ein jemenitisches Teiggericht, das mit hart gekochten Eiern und einer würzigen Tomatensauce am Shabbat gegessen wird. In Israel wird es hauptsächlich von jemenitischen Familien zelebriert, die das Gericht in Ehren halten und es jedes Wochenende aufs Neue zubereiten.
Meine Schwiegermutter hat jemenitische Wurzeln und es war ihr von Anfang an wichtig, dass ich regelmäßig in den Genuß dieser Tradition komme. Als ich Jachnoon zum allerersten Mal sah (von essen will ich gar nicht sprechen), wusste ich bereits, dass wir beide – ich und die Teigrollen – keine engen Freunde werden würden.

Man braucht zur Zubereitung des Teigs viel Mehl, Öl, Butter und Zucker. Irgendwie wird alles vermischt und dann dünn ausgewalzt. Anschließend wird der Teig wie ein Strudel wieder zusammengerollt und zu etwa 10 cm langen Rollen geschnitten. Vielleicht wird der Teig auch erst in Portionen aufgeteilt und dann einzelne Rollen hergestellt, so genau nehme ich das hier nicht. Bei der Verarbeitung kommt letztlich jedenfalls so viel Öl auf den Teig, dass am Ende die Rollen vor lauter Fett nur so triefen…
Das ganze wird über Nacht im Ofen gebacken. Die Eier übrigens auch. Man kocht die Eier nicht im Wasser, sondern legt sie zum Jachnoon Teig dazu. Deshalb sind die harten Eier am Ende auch nicht schön weiß mit gelb in der Mitte, sondern bräunlich grau.
Lediglich die Tomatensauce ist wirklich genießbar.
Das fertige Jachnoon wird portionsweise auf Tellern serviert, dazu ein bis zwei harte Eier und ein Schälchen mit Tomante Salsa, in die man die Teigrollen dipt.

Meine Schwiegermutter schwört darauf. Es sei zudem ein gutes Hausmittel bei Magenbeschwerden (ich persönlich habe vielmehr den Eindruck, dass Magenbeschwerden eher eine Folge von Jachnoon sind und meine Schwiegermutter die Kausalzusammenhänge vertauscht). So wird also in jemenitischen Familien der Shabbat begonnen. Meine Anregung, doch mal die bayerische Variante mit Weißwurst Frühstück zu probieren, hat bislang jedenfalls noch keinen Anklang gefunden…

Bild von cooks.co.il


Israelische Kuriositäten

Heute Abend bin ich an einem Straßenschild vorbeigekommen, das den Autofahrer auf gebrechliche Mitbürger aufmerksam macht: Achtung, Rentner auf der Straße.
Allerdings schreiben die Israelis nicht das Wort Rentner, weil das ja als unhöflich empfunden werden könnte.
Wörtlich steht auf dem Straßenschild „Gib acht! Das goldene Alter ist auf der Straße“.

Die Straße ist übrigens eine Einbahnstraße, in der man nicht schnell fahren kann, weil einem schiefgeparkte Autos den Weg versprerren. Das Schild mit dem goldenen Alter steht an drei Stellen. Sobald man am letzten Altersheim vorbeigefahren ist, kommt ein neues Schild: „Gib Acht! Kinder auf der Straße“.
Schön, dass in dieser Gegend Menschen jeden Alters so harmonisch zusammenleben…

photo by Saskia