Israelischer Adventskalender- Tag 11

Das Unwetter hat begonnen. Seit der Nacht stürmt, schüttet, donnert und blitzt es. Noch sitze ich am Frühstückstisch zu Hause im Warmen, aber ich frage mich ernsthaft, wie ich jemals in die Arbeit kommen soll. Ich bin nahe der Alpen in Bayern aufgewachsen und Regen ist für mich sicher kein Fremdwort. Das Problem, das sich einem in Israel stellt, ist eigentlich auch weniger der Regen, als die (nicht existierende??) Kanalisation. Sobald starker Regen fällt, stehen die Straßen unter Wasser. Nicht 5cm, sondern bis zu den Knien und schlimmer. Selbstverständlich weichen Autofahrer den Riesenpfützen auch nicht immer aus, selbst wenn Fußgänger vorbeilaufen…
Mein Chef liebt dieses Wetter besonders, vor allem nach seiner letztjährigen Erfahrung. Er war mit dem Auto unterwegs, als er in einem der Seen stecken blieb, die sich auf den Straßen gebildet hatten. Nachdem er vergeblich versucht hatte, das Auto herauszumanövrieren, rief er die Feuerwehr. Das Wasser war bereits so hoch gestiegen, dass es unmöglich geworden war, die Türen zu öffnen, da sonst literweise Dreckwasser ins Auto geschwemmt worden wären. Also zog die Feuerwehr meinen Chef durch das Fenster des Autos heraus, während der sich verzweifelt an seine drei Laptops klammerte, um die er Angst hatte, sie könnten in die braune Lache unter ihm fallen.
Eindrücke von letztjährigen Regen und seinen Folgen gibt es hier.

Passend zur Stimmung habe ich ein Lied von Eviatar Banai ausgesucht: “Yesh li sikui” – “Ich habe eine Chance” ( – heute in die Arbeit zu kommen?!)


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