Daniel Hope

Seit ich denken kann, wollte ich Geige spielen lernen. Als Dreijährige sah ich Anne-Sophie Mutter, wie sie Mozart’s „Kleine Nachtmusik“ spielte, und war bis in alle Ewigkeit von dem Instrument verzaubert.
Wir fliegen diese Woche nach Deutschland und die Wahl des Termins für den Urlaub fiel auch nicht zufällig auf Anfang Juni. In München findet am 1. Juni ein Konzert statt. Ich fragte meinen Mann vergangenen Winter, ob wir auf dieses David Garrett Konzert gehen könnten. Mein Mann sagte ja, also bat ich ihn, Flugtickets nach Deutschland zu kaufen und Karten für die vorderste Reihe (er hat meine Bitte mit erstaunlich viel Fassung getragen).

Ich lebe für meine Geige. Das Instrument hat mich überall hin begleitet und wenn ich den Klang einer Violine höre, berührt mich das sehr tief. Ich habe das Glück, dass in der Wohnung unter uns ein guter Klavierspieler wohnt und im Altersheim um die Ecke ein begnadeter Geiger. Ich habe mir fest vorgenommen, das nächste Mal wenn er spielt, rüberzugehen, um ihn persönlich kennenzulernen. Er spielt derartig gut, dass ich den Verdacht habe, er war früher Musiker im Symphonieorchester.
Manchmal greift mein Mann zur Gitarre, wenn ich Geige spiele, und entsteht daraus eine Jam Session. Ich glaube, Musik ist das schönste Geschenk, das der Mensch jemals bekommen hat. Sie erzählt so viele Geschichten und bringt dabei so viele Gefühle zum Ausdruck, dass es der Worte gar nicht bedarf. Oft sitze ich mit der Geige auf dem Bett und spiele Stücke, die ich irgendwo auf der Straße gehört habe. Eines dieser Stücke stammt von einem Album, das mich vom allerersten Moment an weggeblasen hat: „Spheres“ von Daniel Hope.

Daniel Hope. Photo by Harald Hoffmann

Daniel Hope. Photo by Harald Hoffmann

Daniel Hope ist ein grandioser Geigenspieler, seine Interpretationen bergen so viel Gefühl und Tiefe, dass man in seiner Musik zu versinken scheint wie in Treibsand.
In einem Interview zu seinem neuen Album sagte Daniel Hope: „Pythagoras hatte die Idee, dass Planeten Musik machen, wenn sie sich bewegen. Ob das stimmt oder nicht, wissen wir nicht, aber ich fand diese Idee so kurios.“

Auf Sound Cloud stellt Daniel Hope sein Album (in englischer Sprache) mit Hörproben vor:

Mit dieser Musik auf meinem iPod beginnt diese Woche also unsere Reise nach Deutschland.
Und ich glaube er hatte recht – Pythagoras. Die Planeten machen Musik auf ihren Umlaufbahnen.


Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: