Flussbettwanderung in Galiläa

Vergangene Woche habe ich eine Flussbettwanderung am Toten Meer vorgestellt. Diese Woche möchte ich einen Wanderweg durch ein Flussbett im Norden Israels empfehlen.

Wir packten am frühen Morgen unsere Rucksäcke und mein Mann griff nach seinen Converse All Stars. Ich fragte ihn noch, ob er wirklich mit diesen Schuhen auf Wandertour gehen wolle, aber wenn mein modebewusster Ehemann mal eine Entscheidung getroffen hat, sind selbst gute Argumente zwecklos. Ich nahm meine Trekkingsandalen und dann zogen wir auch schon die Haustüre hinter uns zu.
Bei jedem unserer Ausflüge in den Norden Israels machen wir eine Frühstückspause an einer ganz bestimmten Raststätte. Ich freue mich darauf jedes Mal und anscheinend ist inzwischen mein Gehirn so konditioniert, dass ich sofort beste Reiselaune bekomme, sobald ich dieses Café von weitem sehe.
Wir saßen also eine halbe Stunde dort, tranken schwarzen Kaffee und aßen ein Sandwich und dann fuhren wir weiter nach Galiläa.

Der Hasbani, auch Nahal Snir genannt, ist ein aus dem Libanon kommender Strom, der zeitweise sehr stark werden kann, vor allem in den Wintermonaten. Er ist einer der drei Quellflüsse des Jordan, neben Banyas und Dan.
Das Nahal Snir/Hasbani Naturreservat nahe Kiryat Shmona bietet viele Möglichkeiten für einen Ausflug. Wie in fast allen israelischen Reservaten gibt es Wege, die für Familien mit Kindern und sogar für Menschen mit Gehbehinderungen sehr gut geeignet sind, und daneben gibt es auch sportliche Pfade, die querfeldein und durch holpriges Gelände führen. Der Weg durch das Flussbett ist durchaus auch für Familien geeignet, aber die Kids sollten trittsicher sein und keine Scheu vor wirklich kaltem Wasser haben. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Wanderung ein richtiges Abenteuer. Man kommt vorbei an einer Kulisse, die auch aus dem Set von „Herr der Ringe“ stammen könnte. Knorrige Wurzeln die Steine umklammern, Wasserfälle, geschlungene Pfade…

Mein Mann stapfte mit seinen All Stars durchs Wasser und stellte irgendwann fest, dass er die Schuhe zu Hause wohl entsorgen müsse, weil sie an der Sohle aufbrachen. Da ich kein „Ja das hab ich dir doch gleich gesagt!“-Typ bin, sagte ich ihm stattdessen erfreut, dass wir uns dann vielleicht gemeinsam neue All Stars kaufen könnten. Ich liebe es nämlich, dieselben Schuhe wie mein Mann zu tragen.

An einigen Stellen führt der Wanderweg über große Steine, an denen Griff- und Tritteisen befestigt sind. Man hangelt sich so über ein paar unwegsame Stellen und macht dabei eine Figur, die man später nicht unbedingt auf Fotos wiedersehen möchte. Mein Mann fotografierte fleißig…

nahal snir 1

Nahal Snir 2

Nahal Snir 3

Nahal Snir 4

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Nahal Snir 6

Nahal Snir 7

Nahal Snir 8

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Nahal Snir 11

Nahal Snir 13

Im Anschluss an die Wanderung aßen wir in einem unserer Lieblingsrestaurants. Es befindet sich in Ramot am See Genezareth. Ramot liegt etliche Meter höher und man hat von dem Restaurant aus einen wundervollen Ausblick auf den See. Das Restaurant „Moshbutz“ (der Name ist eine Mischung aus „Moshav“ und „Kibbuz“) ist berühmt für seine hervorragenden Steaks und selbst Vegetarier, wie ich es bin, finden auf der Speisekarte garantiert etwas Leckeres.

All photos by Saskia


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