Ovech statt Seeblick

Wir saßen heute Nachmittag in einem Restaurant mit Ausblick über den See Genezareth. Die Idylle war eigentlich perfekt.

Eigentlich.
Denn innerhalb kürzester Zeit brachte ein starker Wind gewaltige Mengen Staub aus Ägypten und Libyen nach Israel und hüllte das gesamte Land in einen Dunstschleier, der Israel so verdunkelte, dass man nur wenige Meter weit sehen konnte. Wir stellten uns also hinter der Blumenhecke den blauen See vor, den wir nicht mehr sehen konnten, und genossen trotzdem das gute Essen.
Ich war von dem Wetterumschwung so überrascht, dass ich leider nicht mal mehr daran gedacht habe, dieses Schauspiel zu fotografieren. Stattdessen griff ich nach meiner Sweatjacke und zog mir die Kapuze über den Kopf. In Israel heißt dieses Phänomen „Ovech“ und heute war es besonders „kaved“, also stark – nämlich der schlimmste Sandsturm seit vier Jahren.
Aber naja, es hätte ja auch schlimmer kommen können: ich könnte zum Beispiel in Deutschland bei 2 Grad Celsius im Haus sitzen und den Schneeflocken zuschauen, wie sie vom Himmel tanzen….

 

Die Stadt Netanja, eingehüllt in Staub

Die Stadt Netanja, eingehüllt in Staub

 

Das Szenario in Tel Aviv

Das Szenario in Tel Aviv

 

Auch in Jerusalem wurden Touristen offensichtlich von dem Sandsturm überrascht

Auch in Jerusalem wurden Touristen offensichtlich von dem Sandsturm überrascht

 

 

Die Bilder sind aus den heutigen Nachrichten


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