Liebe Penelope Cruz

Und liebe selbsternannte “Pazifisten”, die Israel einen Völkermord an den Palästinensern vorwerfen.

Es wäre schon eine tolle Sache, wenn der Begriff Genozid nicht so inflationär gebraucht würde im Zusammenhang mit dem Nahost Konflikt. Es gibt eine internationale juristische Definition dafür, was ein Völkermord ist. Sie findet sich in Artikel II und III der Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Völkermordes aus dem Jahr 1948.

Artikel II

In dieser Kon­ven­tion bedeutet Völk­er­mord eine der fol­gen­den Hand­lun­gen, die in der Absicht began­gen wird, eine nationale, eth­nis­che, ras­sis­che oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teil­weise zu zerstören:

1) Tötung von Mit­gliedern der Gruppe;
2) Verur­sachung von schw­erem kör­per­lichem oder seel­is­chem Schaden an Mit­gliedern der Gruppe;
3) vorsät­zliche Aufer­legung von Lebens­be­din­gun­gen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre kör­per­liche Zer­störung ganz oder teil­weise herbeizuführen;
4) Ver­hän­gung von Maß­nah­men, die auf die Geburten­ver­hin­derung inner­halb der Gruppe gerichtet sind;
5) gewalt­same Über­führung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe.

Artikel III benennt die strafbaren Handlungen (Völkermord, Aufruf zum Völkermord, Teilnahme am Völkermord usw).

Die Übersetzung von “Juristendeutsch” ins Verständliche lautet:
Ein Völkermord ist das Töten (schwere körperliche oder seelische Verletzen, Schaffen von Lebensbedingungen die zum Tod führen, negative Beeinflussen der Geburtenzahlen, Trennen von Familien) einer “Gruppe als solche”. “Als solche” bedeutet, dass speziell eine Gruppe wegen ihrer Merkmale gemeint sein muss. Die Merkmale der Gruppe können sein: Religion, ethnische Zugehörigkeit, nationale oder rassische Zugehörigkeit.

Die Handlung muss absichtlich begangen werden, also das Ziel haben, die oben genannten Merkmale zu erfüllen.

Begeht Israel einen Völkermord an den Palästinensern?
Es werden durch den bewaffneten Einsatz Menschen einer Gruppe (Palästinenser) getötet und es wird auch schwerer körperlicher und seelischer Schaden verursacht. ABER die Voraussetzung für Völkermord ist, dass dies absichtlich geschehen muss. Israel hat jedoch keinerlei Absicht, die Palästinenser wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit zu töten. Ziel der Angriffe sind Terrorzellen der Hamas, Waffenlager, Raketenabschussrampen und das Tunnelsystem in Gaza. Gleichzeitig versucht das israelische Militär, die Opfer unter den Zivilisten so gering wie möglich zu halten, indem es die Menschen vorwarnt und kontaktiert (http://travelganeden.wordpress.com/2014/07/13/israel-hat-das-recht-sich-zu-wehren/), bevor es gezielt strategische Punkte der Hamas zerstört.

Die hohen Opferzahlen auf Seiten der Palästinenser werden Israel angerechnet, obwohl sie auf das Konto der Hamas gehen (http://travelganeden.wordpress.com/2014/07/18/mediale-schlammschlacht/).

Es ist also keineswegs so, dass der Staat Israel einen Genozid begeht, wenn er Gebäude bombardiert, in denen sich Waffenlager und Terroristen befinden.
Es ist entgegen der allgemeinen Auffassung auch nicht der Fall, dass hier ein David gegen einen Goliath kämpft. Israel ist zwar militärisch überlegen, aber zum einen nutzt es seine Überlegenheit nicht schamlos aus (siehe oben) und darüber hinaus gewinnt die Hamas mit manipulativen Bildern regelmäßig die Medien für sich (http://www.worldpressphoto.org/content/swedish-photographer-paul-hansen-wins-premier-photo-contest-award). Entgegen der allgemeinen Fehlvorstellung ist Gaza übrigens alles andere als ein verarmter Landstrich (http://travelganeden.wordpress.com/2013/11/22/nichts-fur-schwache-nerven/). Schätzungen zufolge kostete die Fertigstellung eines jeden Tunnels in Gaza etwa 3 Millionen US Dollar (http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4552306,00.html).
Hätte man die humanitären Hilfsgelder in eine normale Infrastruktur und in Bildung gesteckt, könnte Gaza heute frei sein und ein blühender Ort.

Auch noch erwähnenswert finde ich die Tatsache, dass sich in Gaza sogar die UN vor der Terrorherrschaft der Hamas fürchtet und lieber die in einer UN-Schule (!) versteckten Raketen beherbergt, als sich mit der Hamas anzulegen und die Raketen zu zerstören. Dabei sollte die UN neutral sein und sich nicht (wenn auch unfreiwillig) mit der Hamas verbünden.

So liebe Frau Cruz, Sie sehen, es ist alles ein bisschen komplexer… Aber das haben Sie ja in einem peinlichen Statement zur Wiederherstellung Ihres Images jetzt auch festgestellt:
“I don’t want to be misunderstood on this important subject. I’m not an expert on the situation and I’m aware of the complexity of it. My only wish and intention in signing that group letter is the hope that there will be peace in both Israel and Gaza. I am hopeful all parties can agree to a cease fire and there are no more innocent victims on either side of the border. I wish for unity, and peace…. I believe in a civilization that can be capable of bringing the courage to have a world where humans can live side by side”

Sie haben also eigentlich keine Ahnung von diesem Konflikt und wollten trotzdem in der Öffentlich eine Meinung dazu zum Ausdruck bringen?

Genau das ist das Problem mit dem Frieden. Er kommt nicht vom Kerzenanzünden, gemeinsam Lieder singen und Händchenhalten. Frieden ist ein mühsamer Weg der leider manchmal auch blutig ist. Aber das müssen Sie nicht verstehen. Beschränken Sie sich bitte einfach aufs Schauspielern.


Unsere Toten

Unsere Toten sind größtenteils 20-Jährige. Sie wollten diesen verfluchten Krieg nicht, sie wollten nicht kämpfen und sie wollten nicht als Helden sterben. Sie wollten leben.
In den internationalen Medien werden ihre Gesichter nicht gezeigt. Sie werden als Zahlen genannt, vielleicht. “10 weitere Soldaten sind bei der Operation Protective Edge gestorben”, so wird man sie nennen. Nicht bei ihrem Namen.
Die ausländischen Reporter besuchen auch nie die Familien der Hinterbliebenen in Israel. Da gibt es keine Story, keine Rauchsäulen im Hintergrund, keine zerlöcherten Häuser, keine hysterisch schreienden Frauen, die ihre Arme in den Himmel strecken. Deshalb wird man diese Toten gar nicht wahrnehmen, man wird sie in den internationalen Medien nicht betrauern und man wird sie nicht als Opfer sehen. Das ist das, was so sehr schmerzt.

Die Gesichter unserer Gefallenen, sie sehen teilweise fast noch aus wie Kinder, andere wiederum halten ihre Kinder in den Armen. Es sind Söhne, Ehemänner und Familienväter:

http://www.ynet.co.il/home/0,7340,L-11584,00.html


Was man so alles mit humanitären Hilfsgeldern machen kann

Man könnte eine gesunde Infrastruktur errichten, Schulen fördern, Kindergärten bauen, Lebensmittel importieren, Wohngegenden verschönern. Aber die Hamas hatte für Gaza schon immer andere Pläne. Eine Terrororganisation, deren Ziel die Zerstörung des jüdischen Staates ist, braucht keinen Frieden. Sie braucht keine medizinische Versorgung in den Krankenhäusern, Kläranlagen, Sportanlagen oder gar Kinderspielplätze. Deshalb wurden die internationalen Fördermittel in den Bau von Tunneln investiert, die bis nach Israel hineinreichen, mit Elektrik ausgestattet sind und die nicht so aussehen, als hätte ein Hobbyheimwerker nur mal ein bisschen herumgebastelt. An Rosh HaShana dieses Jahr sollten Terroristen und Selbstmordattentäter durch diese Tunnelssysteme zu israelischen Städten gelangen, um dort möglichst viele Menschen angreifen und töten zu können.
Fotos von den Tunneln gibt es hier.


Das sollte sich Frau Pillay mal anhören

Die UN Menschenrechtskommissarin scheint nämlich hinter dem Mond zu leben.


Mediale Schlammschlacht

“Eskalation in Nahost” titeln viele Nachrichtenmeldungen, nachdem Israel heute Nacht die Bodenoffensive in Gaza begonnen hat.
Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, mich nicht mehr über die Berichterstattung aufzuregen, aber ich schaffs einfach nicht.
Die Bodenoffensive ist das Gegenteil von Eskalation!
1. Die Hamas feuert unaufhörlich Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung ab, in den internationalen Medien hört und sieht man aber monatelang nichts davon, bis Israel zurückschlägt. Dabei landet zudem ein Teil der Raketen noch innerhalb des Gazastreifens und tötet die eigene Zivilbevölkerung. Diese Toten werden seit der Operation “Protective Edge” Israel angelastet.

2. Die Terrororganisation Hamas benutzt Menschen als Schutzschilder, verlangt von Frauen und Kindern, dass sie auf Dächer steigen und dass Flüchtlinge sofort wieder zurück in ihre Häuser gehen. Die Funktionäre und die Waffen hingegen befinden sich in Bunkern und Tunneln.

3. Israel macht enorm viel zum Schutz der eigenen und zum Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza. Die eigene Bevölkerung hat Zugang zu öffentlichen und privaten Schutzräumen und Bunkern, es gibt ein hocheffizientes Raketenabwehrsystem, den Iron Dome, und keiner käme jemals in Israel auf die Idee, Kinder auf der Straße stehen zu lassen sobald die Sirenen heulen. Israel muss sich nicht dafür entschuldigen, dass es aufgrund dieser Maßnahmen kaum Opfer zu beklagen hat. Im Gegenteil, es kann stolz darauf sein.
Dror Hanin, der erste Tote auf israelischer Seite während dieser Operation, starb, als er Soldaten Essen vorbeibringen wollte. Er war Familienvater mit drei Kindern. Womöglich war seine Frau nicht begeistert, als er sich trotz Raketenbeschuss ins Freie begab, um den Soldaten, die Tag und Nacht die Bevölkerung schützen, Dank zu zollen und ihnen Essen vorbeizubringen. Bei seiner Beerdigung sagte jemand, “Im Leben und im Tod symbolisierte Dror die Schönheit unseres Landes.” Denn er hat geholfen wo er konnte. Er ist ein ziviles Opfer, das man zeigen sollte in den internationalen Medien.
Natürlich habe ich größtes Mitleid mit den unschuldigen Menschen und vor allem den Kindern in Gaza, aber Israel muss in erster Linie die eigene Bevölkerung schützen und nicht die der Angreiferseite.

4. Das israelische Militär betreibt einen ungeheuren Aufwand, um die Zivilbevölkerung in Gaza dennoch zu schonen. Die internationalen Medien verpassen es, zu erklären, dass das israelische Militär die Bevölkerung vor dem Terror der Hamas schützen muss. Bei Luftangriffen sterben hauptsächlich deshalb Menschen, weil sich die Hamas mit Vorliebe dort verschanzt und Raketen von dort abschießt, wo sonst NUR Zivilisten sind. In Kindergärten, Krankenhäusern und reinen Wohngebieten. Wie grausam muss man sein, Kinder vorzuschieben, um sich selbst und seine Waffen zu schützen. Wann wird die “pazifistische” Weltbevölkerung endlich aufhören, Israel den Vorwurf zu machen und stattdessen den wahren Schuldigen sehen?

5. Die Bodenoffensive ist die einzige Chance, um die unterirdischen Waffenlager und Terroristen, die sich feige in ihren Löchern verkriechen, zu finden. Soll Israel etwa einen Waffenstillstand mit einer Terrororganisation schließen, um der Welt einen Gefallen zu tun, nur um sich spätestens zwei Jahre später wieder in einem Krieg mit der Hamas zu befinden? Sollen die Menschen im Süden Israels dauerhaft in Bunkern schlafen müssen, weil ständig Sirenen heulen? Sollen die Kinder dort ihren Sommer mit Brettspielen im Haus verbringen, weil Fussball draußen zu gefährlich ist?

Eine Demokratie hat das Recht sich zu verteidigen. Sie muss zum mildesten Mittel greifen und genau dies macht Israel. Es greift gezielt strategische Punkte der Hamas an und warnt die zivile Bevölkerung vorher mehrfach, damit sich die Menschen evakuieren können. Wenn sie aus welchem Grund auch immer dieser Aufforderung nicht nachkommen, kann man Israel keinen Vorwurf machen.
Wer so idiotisch ist zu glauben, es gäbe ein milderes Mittel als Beschuss aus der Luft, der kann ja mal den Vorschlag machen, dass Israel genauso wie die Terroristen planlos Raketen abschießt, ganz egal in welche Richtung. Irgendwas wird schon einschlagen und dann wäre man auf Augenhöhe.


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